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KranNorm

Glossar

Portalkran: Definition und Aufbau

Kran, dessen Brücke auf eigenen Stützen steht, die mit ihren Fahrwerken auf Schienen in Bodennähe verfahren.

KranNorm läuft auf StahlNorm.

Was ist ein Portalkran?

Ein Portalkran besteht aus einer Brücke, die auf zwei Stützen steht. Brücke und Stützen bilden zusammen die namensgebende Portalform. Am Fuß jeder Stütze sitzen die Fahrwerke, mit denen der Kran auf Schienen in Bodennähe verfährt. Eine erhöhte Kranbahn, wie sie der Brückenkran braucht, entfällt damit.

Wie beim Brückenkran fährt auf der Brücke eine Laufkatze mit dem Hubwerk. Reicht die Brücke seitlich über die Stützen hinaus, kann die Katze auch Flächen außerhalb des Portals bedienen. Eine Zwischenform ist der Halbportalkran: Auf einer Seite läuft er auf einer erhöhten Kranbahn, auf der anderen Seite trägt ihn eine Stütze mit Fahrwerk am Boden.

Weil der Portalkran seine Fahrbahn nicht an ein Gebäude bindet, wird er häufig auf Freiflächen eingesetzt, etwa auf Lagerplätzen oder in Umschlagbereichen.

Produktnorm und Referenzbasis

Die EN 13001-3-1:2012+A2:2018 nennt in ihrem informativen Anhang I die Produktnormen einzelner Krantypen. Für Brücken- und Portalkrane ist dort die EN 15011 „Krane — Brücken- und Portalkrane“ aufgeführt; gibt es eine passende Produktnorm, wird sie direkt angewandt, zusammen mit den Normen, auf die sie verweist. Die EN 13001-3-1 selbst dient als Referenzbasis für diese Normen. Den Inhalt der EN 15011 gibt dieses Glossar nicht wieder.

Stützen und Anschlüsse in der Fertigung

Beim Portalkran laufen die Lasten aus der Brücke über die Stützen in die Fahrwerke. Die Anschlüsse zwischen Brücke, Stützen und Fahrwerksträgern sind darum tragende Verbindungen. Für geschweißte Verbindungen verlangt die EN 13001-3-1:2012+A2:2018 in Abschnitt 4.5 die Bewertungsgruppen nach EN ISO 5817:2014 und geeignete zerstörungsfreie Prüfverfahren für deren Nachweis. Tragende Nähte sind danach in der Regel mindestens in Bewertungsgruppe C auszuführen; Bewertungsgruppe D ist nur zulässig, wo ein örtliches Versagen der Naht weder zum Versagen des Tragwerks noch zum Absturz von Lasten führt.

Für die Fertigung heißt das: Welche Naht tragend ist und welche Bewertungsgruppe gilt, kommt aus der Konstruktion. Die Werkstatt dokumentiert, nach welcher Schweißanweisung und von welchem geprüften Schweißer die Naht ausgeführt und wie sie geprüft wurde.

Verwandte Begriffe

Hinweis zur Verbindlichkeit

Diese Seite gibt den Regelungsgehalt sinngemäß wieder und ersetzt weder den Norm- oder Gesetzestext noch eine fachliche Beurteilung durch die Schweißaufsicht. Maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung. Über die Anerkennung von Nachweisen entscheidet die zuständige Stelle.

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